Publikationen

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ISBN 978-3-361-00654-6, erschienen 2010, Verkaufspreis 29,90 €


Indutstrie-Architektur in Sachsen

Erhalten durch neue Nutzung

Bernd Sikora mit Fotografien von Bertram Kober

 

Im Jahr 1799 begann in Sachsen mit drei Spinnereien das Industriezeitalter,

und schon im 19. Jahrhundert gehörten Fabrikgebäude zu den eindrucksvollsten

Bauwerken in Städten und vielen Landgemeinden. Im

20. Jahrhundert wurde der Fabrikbau durch die neuen Materialien Stahl,

Glas und Beton zu einem wichtigen Impulsgeber für die moderne Architektur.

Die These »Funktion bestimmt die Form« war dabei das Leitbild.

Am Ende des Jahrhunderts führten die elektronischen Techniken und

die weltweite Vernetzung der Industrie und des Handels in den traditionellen

Industrieländern zu einem folgenreichen Umbruch: Die Gebäude

aus den früheren Jahrzehnten erwiesen sich als ungeeignet für die neue

Gestalt der industriellen Welt. Sie wurden nicht mehr benötigt und fielen

brach. Gegen einen Abbruch sprachen die kulturelle Bedeutung der Bauwerke

und das in vielen Fällen erhebliche bauliche Potenzial – die ursprüngliche

These für die Architektur veränderte sich in »Form sucht

Funktion«. Viele Konzepte entstanden hierfür vor allem nach 1990.

Etliche von ihnen waren erfolgreich, einige auf eine beeindruckende und

unerwartete Weise.

 

Das Buch dokumentiert anhand von mehr als 60 Beispielen die unter -

schiedlichen Möglichkeiten, wertvolle Industriebauten durch eine neue

Nutzung und damit als Zeugnis der Industriekultur zu erhalten. Bedeutende

Industrieobjekte, die noch auf eine Erneuerung warten, werden in

einer Auswahl vorgestellt. Aufschlussreiche Textbeiträge geben einen

Überblick über die Geschichte der sächsischen Industrie, der Industriearchitektur

sowie der Industriedenkmalpflege und stellen die Vielfalt

neuer Nutzungskonzepte zur Diskussion.

28. Oktober 2010, 18 Uhr | Buchpräsentation "Industriearchitektur in Sachsen"  im Festspielhaus Hellerau, mit der Staatministerin Frau Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer und den Autoren Bernd Sikora und Bertram Kober

ISBN: 978-3-9813655-0-4, erschienen 2009, Verkaufspreis 7,50 €

 

Innenansichten – Innenbetraktninger

Zwei norwegische Schülerinnen der Bildungsanstalt Jaques-Dalcroze in Hellerau

 

Mit dieser Ausstellung und der dazugehörigen Publikation liefert auch der Deutsche Werkbund Sachsen e. V. einen Beitrag zum 100-jährigen Jubiläum der Gartenstadt Hellerau. Der Briefwechsel und die persönlichen Schilderungen der Schülerinnen Inga und Ragna Jakobi aus den Jahren 1911 und 1912 bieten erstmalig eine atmosphärische Innenansicht in die Lebens- und Arbeitswelt der Schüler und der Lehrer der Bildungsanstalt in Hellerau. Die Dokumentation dieses Briefwechsels ist auch Anlass, die Einflüsse der Bildungsanstalt auf die Entwicklung des modernen Tanzes in Norwegen darzustellen.

 

„Fast ein Leben im Märchen in unserer kleinen Märchenstadt, die ganz in Musik und Schönheit getaucht ist. (…) Es ist zu schön hier, als dass auch nur die kleinste Disharmonie der Seelen eine Sekunde wagen dürfte, sich hörbar zu machen.“ Ragna Jacobi an die Familie, Hellerau, den 12. August 1911

 

„Der allzu verständliche Wunsch nach einem Ort für ein märchenhaftes Leben in Harmonie ging für Inga und Ragna Jakobi 1911 in Erfüllung, als die Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus ihre Pforten öffnete. Die beiden Schwestern norwegischer Abstammung wurden Schülerinnen des Schweizer Komponisten und Musikpädagogen Emile Jaques-Dalcroze und konnten sich in der Märchenstadt Hellerau ganz der Kunst und dem Tanz widmen.“ Prof. e. h. Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, Königlich Norwegischer Honorargeneralkonsul für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen zur Ausstellungseröffnung Mai 2009

ISBN: 978-2-9809271-0-9, erschienen 2009, Verkaufspreis 14,90 €

 

Hellerau – Die Idee vom Gesamtkunstwerk

 

Die besondere Strahlkraft, die auch heute noch von Hellerau ausgeht, hat ihren Ursprung in dem einzigartigen Dreiklang von Gartenstadt, Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Festspielhaus, einer Inkunabel der modernen Architektur. In Hellerau war es gelungen, den Standortwechsel eines Unternehmens mit dem Bau einer anspruchsvollen Siedlung zu verbinden, die nach sozialreformerischen Grundsätzen geplant und realisiert wurde. Darüber hinaus wurde Hellerau mit dem Festspielhaus für kurze Zeit zur renommierten europäischen Wirkungsstätte namhafter Künstler der Theater- und Musikszene.

 

Der hier vorliegende Katalog ist eine bearbeitete Fassung der Dauerausstellung des Deutschen Werkbundes Sachsen und richtet den Blick nicht nur auf die beeindruckenden Leistungen der Gründungsphase, sondern auch auf die ideellen Grundlagen für Hellerau, die allgemeine Aufbaustimmung am Anfang des 20.Jarhunderts mit dem Drang nach Reformen. In Text und Bild sind ebenso die nachfolgenden Zeitschichten dargestellt: die Versuche einer Wiederbelebung der Reformidee, die Veränderungen durch die verschiedenen politischen Systeme und die Konzepte und Ideen der gegenwärtigen Nutzer, das Festspielhausgelände aus seinem langen Dornröschenschlaf zu erwecken.

 

Die Ausstellung und der Katalog zum 100-jährigen Bestehen der Gartenstadt sind eine Reverenz an Hellerau und seine Bürger und gleichermaßen ein Dank gegenüber all jenen, die sich für die Wiederbelebung des Kulturortes Hellerau engagieren.

 

erschienen 2002, Verkaufspreis 4,00 €

 

HELLERAU Festspielhaus-Ensemble

 

„Unter dem Eindruck der deutschen Wiedervereinigung hat die 1990 gegründete Wüstenrot Stiftung ein eigenes Programm zur Wiederherstellung bedeutender Baudenkmäler in Ostdeutschland eingerichtet. Traditionsbezüge zur Bodenreform- und Gartenstadtbewegung aufgreifend, lag es für die Stiftung nahe, sich in diesem Rahmen auch in Hellerau nachhaltig zu engagieren mit dem Ziel, wirksame Impulse für eine Wiederbelebung  dieses denkmalgeschützten Ensembles zu geben.“

 

„Die Wüstenrotstiftung hat dem Sächsischen Werkbund unter Leitung von Dr. Peter Guth unter Mitarbeit von Bernd Sikora beauftragt, einen „Führer durch Hellerau“ mit besonderer Würdigung der dramatischen Geschichte des Ortes wie auch der städtebaulichen und denkmalpflegerischen Entwicklung zu erarbeiten. In diesem Rahmen sollte auch das Modellprojekt der wissenschaftlich gestützten Wiederherstellung der westlichen Pensionshäuser allgemein nachvollziehbar dargestellt werden, was Frau Ute Starosta übernommen hat. Wir freuen uns, dass zur Eröffnung der Häuser am 27.Juni 2002 die Broschüre nun in der gewünschten Fassung vorliegt. Möge diese kleine Publikation den Bürgern und vielen Besuchern Dresdens einen neuen Zugang zu hellerau eröffnen und auch dazu dienen, den fachlich Interessierten und Studierenden die gegenwärtigen Bemühungen um die Wiederbelebung dieses einzigartigen Ensembles näher zu bringen.“

(Georg Adlbert, Geschäftsführer und Dr. Wolfgang Bollacher, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Stiftung)

ISBN: 3-930382-44-X, erschienen 2000, Verkaufspreis 12,80 €

 

Die Großsiedlung Dresden-Trachau

 Geschichte und Sanierung

 

„Die Siedlungen der 20er und beginnenden 30er Jahre gehören zweifellos zu den herausragenden Architekturleistungen der Moderne in Deutschland.

Die Reformer der damaligen Zeit haben Sozialpolitik als eine umfassende Aufgabe begriffen, die sich gerade auch in der Architektur – in der Art und Weise, wie Wohnungen für Menschen gebaut werden – widerspiegeln soll. Städtebau und Architektur sind Anfang der 20er Jahre unter den hier exemplarisch aufgeführten Ideen gesehen worden: ein ausgewogeneres Verhältnis von bebautem Raum zu Gunsten der Freifläche, Hinwendung zu einer offeneren Bauweise, eine soziale Wohnkultur, hygienische und funktionale Grundrisslösungen der Wohnungen standen im Vordergrund; eine die Baukosten mindernde Bauweise, der Serienbau und montagefähige Bauelemente bestimmten zunehmend das Bauen; Gemeinschaftsanlagen und Mietergärten fanden in der Siedlungsstruktur Eingang; die bestimmende Frage, moderne Wohnungen zu angemessenen Mieten für Arbeiter, Angestellte und Beamte zu errichten, hat im Mittelpunkt des sozialpolitischen Interesses gelegen.

Trachau wird immer wieder als herausragendes Beispiel der Architektur der neuen Sachlichkeit genannt; der Wert der Siedlung ist unumstritten.“ (Albrecht Buttolo im Geleitwort)

Die Reihe Werkbericht


Die Reihe "Werkbericht" des 1992 in Leipzig gegründeten Deutschen Werkbundes Sachsen e.V. greift die Idee der Jahreshefte des 1907 in München gegründeten Deutschen Werkbundes auf. Von Anbeginn waren herausragende Fotografen und kompetente Fachautoren integriert.

ISBN: 3-9803465-1-x, erschienen 1993, Verkaufspreis 12,00 €

 


Werkbericht 1

 

Die Publikation begibt sich auf die Suche nach Spuren des Werkbundes in Sachsen, denn nach 1933 hatte sich der Werkbund aufgelöst und zwischen 1945 und 1990 war er in Sachsen unerwünscht. 1990 war von ihm im öffentlichen Bewusstsein nicht mehr viel vorhanden.

Die vor allem vom Werkbund initiierte Reformarchitektur und die Moderne der Zwanziger Jahre prägen den ersten Teil der Publikation. Es folgen Beiträge zum beginnenden Wandlungsprozess der Landschaft und der Architektur. Die Choreografin Irina Pauls, die sich von Anbeginn als Mitglied im sächsischen Werkbund engagierte, wird in einem Interview vorgestellt. Abschließend wird die Zukunft des Festspielhauses Hellerau und der Deutschen Werkstätten diskutiert.

Erschienen 1993 im Passage Verlag Leipzig.

ISBN: 3-9804313-5-5, erschienen 1996, Verkaufspreis 12,00 €


Werkbericht 2

Mit Bildbeilage "Kristallpalast London, Gebäude der Industrie-Ausstellung aller Völker, Joseph Paxton, 1851"

 

 Im Zentrum des "Werkbericht 2" steht die historische und die neue Industriearchitektur in Sachsen. Einleitend werden Architektur und Kunst der Neuen Messe Leipzig sowie bedeutende historische Industriebauwerke, die Wandlungen der Braunkohleregion "Südraum" und Wassertürme in und bei Leipzig vorgestellt. Weitere Themen sind die Stadtplanung für Dresden nach 1945, aktuelle Architektur in Dresden, mit Peter Kulkas Landtagsgebäude, sowie in Leipzig und Chemnitz. An ausgewählten Beispielen wird der den Werkbund tangierende Stilwandel der Architektur von der Gründerzeit bis zur Moderne (u.a. Haus Schminke von Hans Scharoun) dargestellt. Die abschließenden Beiträge gelten dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, dem Lindenau-Museum Altenburg, den Städtischen Kunstsammlungen Chemnitz und der Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte in Großbothen.

Erschienen 1996 im Passage Verlag Leipzig.

ISBN: 3-9805299-4-0, erschienen 1999, Verkaufspreis 12,00 €


Werkbericht 3
 

 

Der umfangreiche "Werkbericht 3" stellt die Gestaltung der Landschaft in den Mittelpunkt der Beiträge. Vorgestellt werden Bahnbrücken in Sachsen als bedeutende Denkmale des Verkehrsbaus, die Auswirkungen der Landschaftszersiedlung in Sachsen sowie Aussichtstürme in Sachsen. Mehrere Beiträge entstanden in Verbindungen mit Ausstellungen sowie einem gemeinsamen Workshop der Werkbünde Baden-Württemberg und Sachsen zum  Thema "Wohnen, leben und arbeiten auf dem Land". So zur Sanierung ländlicher Kulturdenkmale, zur Gartenstadtbewegung und zur sächsischen Kulturlandschaft. Weitere Themen sind die Entwicklung der Bergbaustadt Oelsnitz/Erzgeb. nach dem Ende der Kohleförderung sowie die des angrenzenden Industrietals Mülsengrund und der neuen Rennstrecke "Sachsenring". Ausführlich widmet sich die Publikation der denkmalgerechten Erhaltung historischer sächsischer Parks und Gärten (Grünfelder Park bei Waldenburg, Schlosspark Lützschena, Seifersdorfer Tal, Botanische Sammlung Schloss Zuschendorf, Stadtgärten in Chemnitz) sowie modernen Ausstellungsgeländen (1. und 2. Sächsische Landesgartenschau in Lichtenstein bzw. Olbersdorf). Abschließend werden das Projekt "Kunst und Landschaft" für die Leipziger Seenlandschaft sowie der Wettbewerb für das Festspielhausgelände Hellerau vorgestellt. Im Anhang findet der Leser einen Bericht zum Symposion "Stadt in Europa" in Chemnitz, Diskussionsbeiträge zu Architektur zwischen Rekonstuktion und Neubau, das Kaufhaus Schocken in Oelsnitz/Erzgeb. sowie einen Fachbeitrag von Dr. Peter Guth zur "geistesgeschichtlichen Wandlung romantischer in skeptische Weltsichten" am Beispiel der Parks von Machern und Lützschena.

Erschienen 1999 im Passage Verlag Leipzig.

ISBN: 978-3-86530-077-5, erschienen 2007, Verkaufspreis 19,95 €


Hellerau leuchtete

Zeitzeugenberichte und Erinnerungen

 

Die 1909 gegründete Gartenstadtsiedlung Hellerau hat ihre Strahlkraft als umfassendes Projekt der frühen Moderne bis heute nicht verloren. Die Einheit von Wohnen und Arbeit, Kultur und Bildung zog Anfang des letzten Jahrhunderts Reformbegeisterte aus ganz Europa an, die Zeugen der real praktizierten Lebensreform werden wollten. Einige besuchten Hellerau nur für kurze Zeit, andere blieben, und viele berichteten über ihre Erfahrungen. Ehrhardt Heinold und Günther Großer haben diese Augenzeugenbereichte aufgespürt. Es handelt sich durchweg um authentische Zeitzeugnisse – Erinnerungen und Texte Prominenter wie z.B. Heuss, Jaques-Dalcroze, de Mendelsohn, Milhaud, Neill, Nolde, Rilke, Shaw, Tessenow und Werfel. Die Beiträge stammen aus Helleraus großer Zeit vor dem ersten Weltkrieg mit Nachklängen bis in die 1920er- Jahre und behandeln alle Facetten des Projekts Hellerau, also neben der Gartenstadt u.a. auch die Deutschen Werkstätten und das Festspielhaus mit der Bildungsanstalt für Rhythmische Gymnastik.

Plan zur Gartenstadt Hellerau, Verkaufspreis A4-Format 2,50 €, A3-Format 3,50 €