Null Euro Urbanismus – Ein Katalog von Good Practice Beispielen

Aus der Beurteilung der Jury:

Bei „Null Euro Urbanismus“ handelt es sich um ein Studien- und Rechercheprojekt, das sich angesichts der verfestigten strukturellen Finanznot der Kommunen und sinkender Steuerungsfähigkeit mit Möglichkeiten auseinandersetzt, „Stadt auch ohne Geld zu gestalten“. Auf der Basis eines kompetenten Nachvollzugs der vorgelagerten Debatten um die kommunale Finanzkrise, „good governance“ und „Null-Urbanismus“ (Till Braukmann) soll mit der Sammlung von good-practice-Beispielen einerseits ein Anstoß zum Wissenstransfer beispielhafter Ideen, Projekte und Verfahren gegeben, andererseits aber auch ein Beitrag zu einer zivilgesellschaftlich flankierten Flexibilisierung und Modernisierung des Verwaltungshandelns geleistet werden. Der bisher vorliegende, fortlaufend erweiterbare Katalog trägt Projekte zusammen, die kostenneutral bzw. mit einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis temporär oder dauerhaft innovative und qualitativ hochwertige Beiträge zur Aufwertung der Stadt und des Stadtraums leisten. Dabei werden die jeweiligen Akteurskonstellationen präzise beschrieben und Rückschlüsse auf die Übertragbarkeit gezogen. Beispiele sind etwa „Grünpate“ (Hamburg), „Beweidungsprojekt Paunsdorf“ (Leipzig) oder „Fahrradstation“ (Bielefeld). Erfolgreiche Projekte, so die Verfasser, nutzen neue Akteurskonstellationen, entwickeln eine gute „Balance zwischen Verbindlichkeit und Freiheit“ und finden einen pragmatischen, ergebnisorientierten Planungsansatz, der den besonderen jeweiligen kommunalen Bedingungen und planerischen Kontexten Rechnung trägt. Die Jury prämiert mit dem vorliegenden Projekt einen vielversprechenden Recherche- und Wissenstransferansatz, bei dem insbesondere auch die Frage der Übertragbarkeit bzw. der Bindung an spezifische lokale (Erfolgs-)Bedingungen weiter diskutiert und vertieft werden sollte.

Zusammenfassung