Das fliegende Klassenzimmer

Das fliegende Klassenzimmer
Aus der Beurteilung der Jury:

Mit der poetischen Metapher des „fliegenden Klassenzimmers“ wird eine Öffnung des „weltabgewandten Schulsystems“ zum Quartier und zur Stadt thematisiert.

Die Schüler sollen zunächst Einblicke in die Vielfalt eines Stadtquartiers erhalten, sie sollen das Quartiers als Lebens-, Wohn- und Arbeitsort unterschiedlicher Menschen, als Ort unterschiedlicher Kulturen entdecken. Durch die künstlerische Interpretation des Alltäglichen, durch „das in Beschlag nehmen“ des öffentlichen Raumes und die Interaktion mit den Menschen des Quartiers sollen zivilgesellschaftliche Kompetenzen erworben und eine Akzeptanz fremder Gruppen und Kulturen gelebt werden.

Die Schulen, die – nach Auffassung der Autoren – zu sehr auf den reinen Wissenserwerb fokussiert sind, sollen durch diese Experimente „sanft“ umgebaut werden. Die informelle und selbst gewählte Lernumgebung soll gestärkt und mit den lokalen Akteuren in Stadt und Quartier sollen aktive Partnerschaften aufgebaut werden. Gleichzeitig sollen die Quartiere in ihrer Eigenschaft als Kommunikationsorte gestärkt und ausgebaut werden.

Dieses Projekt greift eine sehr aktuelle Frage- und Aufgabenstellung auf, die in der internationalen Diskussion über den Zusammenhang von Stadtteil und Schulentwicklung mit den Konzepten der „community learning center“ oder den sog. „venster schoolen“ thematisiert und diskutiert wird.

Das Projekt ist innovativ und besitzt eine originelle Darstellungsform.

Zusammenfassung