Lobeda – ganz weit draußen

Der Stadtteil Jena-Lobeda ist eine Plattenbaugroßwohnsiedlung aus den 60er und 70er Jahren mit heute ca. 21.600 Einwohnern am Stadtrand von Jena. Zentrale Probleme sehen die Autoren und Autorinnen im negativen Image des Stadtteils, in der aufgrund der Siedlungsstruktur gegebenen Anonymität sowie in der Vielzahl an ungenutzten Freiflächen.

Provokation als Lösungsansatz wird im Beitrag vorgeschlagen:

Auf den ungenutzten Freiflächen Lobedas sollen kreative Aktionen durchgeführt werden, um die Anwohner im ersten Schritt zu provozieren. Beispiele sind die Ausweisung einer Freifläche als Anbaufeld für genmanipulierten Mais oder die Ankündigung für die Umnutzung eines derzeit nicht genutzten ehemaligen Hotels in einen Rotlichtbereich. Diese „sozialen Experimente“ sollen zum einen die Anwohner anregen, die bisherigen Brachflächen neu wahrzunehmen. Zum anderen sollen sie animieren, sich aktiv für die Gestaltung der Flächen einzusetzen und „es besser zu machen“. Die Aktionen sollen im Ziel die Anwohner zur Identifizierung mit ihrem Stadtteil bewegen und damit im Endeffekt eine Imageaufwertung herbeiführen.

Das Projekt überzeugt zunächst durch seinen experimentellen Charakter und seine frischen Ideen, neue Wege in der Stadterneuerung von Großraumsiedlungen zu gehen.

Zusammenfassung