Präambel

Der Deutsche Werkbund wurde 1907 mit der Absicht „der Veredelung der gewerblichen Arbeit im Zusammenwirken von Kunst, Industrie und Handwerk“ gegründet. Er hat wesentliche Impulse zur Industrie- und Baukultur seiner Zeit gegeben und allgemeinbildende Ziele in Lehre und Forschung verfolgt. Er ist diskursiv, interdisziplinär und international ausgerichtet. Gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen erfordern stets eine neue Ausrichtung des Deutschen Werkbunds, der sich auf diese Weise seiner Verantwortung in der Gesellschaft stellt. Er bringt sich in die für ein verantwortungsvolles Gestalten einer humanen Umwelt notwendigen Auseinandersetzungen ein. Der Deutsche Werkbund sieht seine Aufgabe darin, die Kommunikation und Information unter den Werkbünden anzuregen und gemeinsame Anliegen und Vorhaben zu fördern. Er wirkt für seine Ziele auf europäischer Ebene.

Satzung

_ § 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Deutscher Werkbund e.V.“ und ist mit Sitz in Darmstadt in das Vereinsregister des Amtsgerichts Darmstadt eingetragen.

 

 

_ § 2 Zweck

1.

Der Verein „Deutscher Werkbund e.V.“ – im Folgenden „DWB e.V.“ oder Verein genannt – verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO).

 

2.

Aufgabe des DWB e.V. ist die Förderung der Kunst und Kultur, insbesondere die Förderung guter Qualität bei der Gestaltung der Umwelt des Menschen im Zusammenwirken von Kunst, Technik, Wissenschaft, Medien, Industrie, Handwerk und Handel.

 

3.

Die Förderung der Qualität soll insbesondere erreicht werden durch Erziehung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit zu einschlägigen Fragen aller gestalteten Lebensbereiche.

Der DWB e.V. verwirklicht seine Aufgaben weiterhin insbesondere durch Koordinierung, Unterstützung und Durchführung von Projekten, Ausstellungen, Wort- und Bildveranstaltungen, Publikationen, Stellungnahmen etc. Dazu gehören auch die Unterstützung von und die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen verwandter Zielsetzung.

 

 

_ § 3 Selbstlosigkeit

Der DWB e.V. ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins, die den steuerbegünstigten Zwecken entgegenstehen.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des DWB e.V. fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

 

_ § 4 Mitglieder

1.

Die Mitglieder des Deutschen Werkbunds e.V. sind deutsche Werkbünde - in dieser Satzung Werkbünde oder Mitglieder genannt.

 

2.

Über den Antrag auf Mitgliedschaft von Werkbünden entscheidet die Mitgliederversammlung.

 

3.

Durch die Mitgliedschaft erwirbt das Mitglied keinen Anteil am Vereinsvermögen.

 

4.

Die Mitgliedschaft endet durch schriftliche Austrittserklärung.

Die Austrittserklärung ist an den Vorstand zu richten.

 

5.

Die Mitgliedschaft endet durch Ausschluss aus dem Verein.

Ein Mitglied kann aus wichtigem Grund durch einstimmigen Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor dem Ausschluss ist das betroffene Mitglied persönlich oder schriftlich anzuhören. Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied mit Einschreiben gegen Rückschein zuzustellen. Dieses kann innerhalb einer Frist von drei Monaten ab Zugang schriftlich Berufung beim Vorstand

einlegen. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung.

Macht das Mitglied vom Recht der Berufung innerhalb der Frist nicht Gebrauch, so unterwirft es sich dem Ausschließungsbeschluss.

 

 

_ § 5 Organe

Organe sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

 

 

_ § 6 Mitgliederversammlung

1.

Die Mitgliederversammlung setzt sich aus den Werkbünden zusammen, die durch ihren ersten oder stellvertretenden bzw. zweiten Vorsitzenden oder einen aus dem betreffenden Vorstand Bevollmächtigten vertreten werden.

Weitere Mitglieder der Werkbünde können – bei vorheriger Anmeldung – ohne Stimmrecht teilnehmen.

 

2.

Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich innerhalb der ersten drei Monate des Jahres statt.

Zu den Mitgliederversammlungen ist mindestens vier Wochen vorher schriftlich und unter Angabe der Tagesordnung durch den ersten Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch die stellvertretenden Vorsitzenden gemeinsam, einzuladen.

 

3.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn der Vorstand des DWB e.V. es im Interesse des Vereins für erforderlich erachtet oder ein Drittel der Mitglieder den Antrag unter Angabe des Zwecks und der Gründe beim Vorstand stellen.

 

4.

Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der erste Vorsitzende des DWB e.V. oder in seiner Vertretung ein anderes vom Vorstand bestimmtes Vorstandsmitglied.

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

 

5.

Jedes Mitglied hat eine Stimme, ebenso der erste Vorsitzende des Vorstands des DWB e.V. Stimmübertragungen sind nicht zulässig.

Ein erster Vorsitzender des DWB e. V. kann nicht gleichzeitig seinen Werkbund vertreten.

Der betreffende Werkbund bestimmt seine Vertretung sinngemäß nach § 6, 1. Absatz (erster Satz).

Die Beschlüsse werden, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen gelten als nicht abgegeben und werden nicht mitgezählt.

 

6.

Die Beschlussfassung kann auch im Wege schriftlicher Abstimmung erfolgen, sofern nicht ein Mitglied diesem Verfahren widerspricht. Das Ergebnis ist den Mitgliedern schriftlich und umgehend mitzuteilen.

 

7.

Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die alle Beschlüsse im Wortlaut wiedergibt. Die Niederschrift ist vom Vorsitzenden der Mitgliederversammlung und von dem von der Mitgliederversammlung bestimmten Schriftführer zu unterschreiben.

Diese Niederschrift ist allen Werkbünden, die Mitglied des Vereins sind, innerhalb von zwei Wochen, zuzusenden.

 

 

_ § 7 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung bestimmt und koordiniert das Arbeitsprogramm des DWB e.V.,

berät die Themen künftiger Deutscher Werkbundtage,

beschließt über beabsichtigte Vorhaben, die über den

Rahmen der Aktivitäten der Werkbünde hinausgehen und

berät die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Werkbunds.

Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

a) die Wahl des Vorstands

b) die Entgegennahme und Genehmigung des Jahresberichts und der Jahresabrechnung

c) die Entlastung des Vorstands

d) die Beschlussfassung des Haushaltsplans

e) die Bestellung von zwei Mitgliedern zur Überprüfung der nächsten Jahresabrechnung

f) die Festsetzung von Beiträgen und Umlagen – höchstens das Dreifache der Beiträge -

g) die Entscheidung über Anträge

h) die Aufnahme und den Ausschluss von Werkbünden

i) die Einsetzung von Ausschüssen und Beiräten

 

 

_ § 8 Der Vorstand

1.

Der Vorstand besteht aus einem ersten Vorsitzenden und zwei stellvertretenden Vorsitzenden.

Der Vorstand leitet den DWB e.V., übernimmt die Durchführung der Aufgaben, die ihm von der Mitgliederversammlung übertragen werden und entscheidet über Einzelfragen der Organisation und der Verwaltung.

 

2.

Der Vorstand ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB.

Der erste Vorsitzende vertritt den Verein nach innen und außen, gerichtlich und

außergerichtlich allein, die stellvertretenden Vorsitzenden vertreten den Verein gemeinsam.

 

3.

Der Vorstand kann zur Erledigung der laufenden Geschäfte einen erenamtlichen oder hauptamtlichen Geschäftsführer bestellen.

Der Geschäftsführer nimmt an den Sitzungen des Vorstands ohne Stimmrecht teil.

 

4.

Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die nur einstimmig beschlossen und geändert werden kann. Ist eine Verständigung im Vorstand nicht zu erreichen, so entscheidet die Mitgliederversammlung des Vereins.

 

 

_ § 9 Wahl des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands werden von der Mitgliederversammlung in einer in den ersten drei Monaten des Jahres stattfindenden Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren in geheimer Wahl nach folgender Regelung gewählt:

 

1.

Der Vorstand übermittelt mit der Einladung zur Mitgliederversammlung seinen Vorschlag für die Wahl eines stellvertretenden Vorsitzenden aus dem Werkbund, der für die Ausrichtung des Deutschen Werkbundtages im darauf folgenden Jahr vorgesehen ist, unter Angabe des Themas für den auszurichtenden Deutschen Werkbundtag.

Findet der Wahlvorschlag für den stellvertretenden Vorsitzenden nicht die Zustimmung der Mitgliederversammlung, so hat der den Deutschen Werkbundtag ausrichtende Werkbund in der betreffenden Mitgliederversammlung ein nochmaliges Vorschlagsrecht.

 

2.

Weitere Vorschläge für die Wahl eines stellvertretenden Vorsitzenden aus einem ausrichtungsbereiten Werkbund unter Angabe des Themas für einen Deutschen Werkbundtag, die der schriftlichen Zustimmung von mindestens drei Werkbünden bedürfen, sind spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich dem Vorstand zu übermitteln, der diese Vorschläge den Mitgliedern des Vereins mitteilt.

 

3.

Der Gewählte gehört dem Vorstand als stellvertretender Vorsitzender für das am 1. April nach der Wahl beginnende Jahr an und wird am 1. April im darauf folgenden Jahr für ein Jahr erster Vorsitzender des Vereins. Nach Ablauf des Jahres gehört der erste Vorsitzende des Vereins dem Vorstand ab 1. April für ein weiteres Jahr wieder als stellvertretender Vorsitzender an.

 

4.

Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Scheidet ein Mitglied des Vorstands während der Amtsperiode aus, wählt die Mitgliederversammlung für den Rest der Amtsdauer desusgeschiedenen Vorstandsmitglieds ein Ersatzmitglied auf Vorschlag des betreffenden Werkbunds.

 

5.

Die Zustimmung von zur Wahl Vorgeschlagenen ist vor der Wahl einzuholen.

 

 

_ § 10 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 

_ § 11 Änderungen oder Ergänzungen der Satzung

1.

Anträge zu Änderungen oder Ergänzungen der Satzung und der Zwecke des DWB e.V. können nur von einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, auf deren Tagesordnung die beabsichtigten Änderungen oder Ergänzungen der Satzung aufgeführt sind.

 

2.

Für eine Änderung oder Ergänzung der Satzung und der Zwecke des DWB e.V. ist eine Mehrheit von mindestens 75 Prozent der anwesenden Mitglieder des Vereins erforderlich.

Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht mitgezählt.

 

 

_ § 12 Auflösung des Vereins

1.

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer eigens dafür einzuberufenden

Mitgliederversammlung beschlossen werden. Für eine Auflösung ist eine Mehrheit von mindestens 75 Prozent der anwesenden Mitglieder des Vereins erforderlich.

Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht mitgezählt.

 

2.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seiner steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen an die Mitglieder, die steuerbegünstigt sind und die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden haben. Die Höhe des den Mitgliedern zufallenden Vermögens bestimmt sich nach dem Verhältnis der in den einzelnen Werkbünden eingetragenen Mitglieder.

Beschlüsse zu diesem Vorgehen dürfen erst nach Zustimmung des Finanzamtes durchgeführt werden.

 

 

_ § 13 Inkrafttreten – Salvatorische Klausel

Diese Satzung*) des DWB e.V. wurde von der Mitgliederversammlung am 27.6.2008 beschlossen. Sie tritt mit der Beschlussfassung in Kraft.

Für den Fall, dass Bestimmungen dieser Satzung rechtlich unwirksam sein sollten, finden anstelle der unwirksamen Bestimmungen die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über das Vereinsrecht Anwendung. Im Übrigen bleibt die Satzung