1933/34

Gleichschaltung des "Deutschen Werkbundes" gegen die Stimmen von Martin Wagner, Wilhelm Wagenfeld und Walter Gropius.

8.11.1934

Mitteilung an die Mitglieder des Deutschen Werkbundes, die das faktische Ende des DWB und dessen Vereinnahmung durch die Reichskulturkammer bedeutet. Bedeutende Werkbundmitglieder wie Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe emigrieren, andere arbeiten im "Amt Schönheit der Arbeit", der faschistischen "Deutschen Arbeitsfront" mit oder beim "Kunstdienst", einem der Vorläufer der "Deutschen Warenkunde".

1944

Zerstörung des Werkbund-Archivs in Berlin durch Bomben.

1945

Gründung einer sächsischen Arbeitsgemeinschaft des Werkbundes in Dresden. Auf Druck der Sowjetischen Militärverwaltung muss sich die Gruppe allerdings bald wieder auflösen.

August 1947

Erste Werkbundtagung in Rheydt/Niederrhein nach dem 2. Weltkrieg. Der neue Zusammenschluss ist föderal organisiert, die einzelnen Landesverbände arbeiten vor Ort und unabhängig von der Bundesgeschäftsstelle, die vor allem die Ziele und Aufgaben des Werkbundes insgesamt durch Publikationen, Ausstellungen, Wortveranstaltungen, Stellungnahmen etc. in der Öffentlichkeit vertritt.

1949

_ Der zeitweilige Geschäftsführer des Deutschen Werkbundes Theodor Heuss wird erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
_ Werkbundausstellung "neues wohnen und deutsche architektur seit 1945" in Köln

1950

Initiative zur Berufung eines "Rat für Formgebung", dieser wird 1953 in Darmstadt gegründet.

1952

_ Am 16. Mai werden auf der Tagung des DWB e.V. in München Professor Dr. Hans Schwippert zum 1. Vorsitzenden und Professor Dr. D. Bartning zum 2. Vorsitzenden gewählt.
_ Die Werkbund-Zeitschrift "werk und zeit" erscheint erstmals. Herausgegeben von Jupp Ernst, Konrad Rühl, Richard Scherpe, Hans Schmitt-Rost, Hans Schwippert.
Verlegt von Richard Scherpe, Krefeld.
_ Der von Prof. Ewald Matare für den Deutschen Werkbund entworfene "Hahn" wurde als Signet für die ersten Nummern der Zeitschrift "werk und zeit" verwendet.
_ Jupp Ernst "begradigte " die Grundfläche, auf der der Hahn steht, ohne Mataré um Zustimmung zu bitten - Anlaß genug für einen kurzen, internen, nicht ganz ernst gemeinten "Werkbundstreit". Seitdem ziert der von Jupp Ernst veränderte Hahn Matarés regelmäßig den Titel von "werk und zeit".

1955 - 1961

Zuammen mit dem Rat für Formgebung Herausgabe der "Deutschen Warenkunde", die vorbildliche Gebrauchsgeräte beschreibt.

1957

Der DWB beteiligt sich an der in Berlin stattfindenden Bauausstellung INTERBAU für Wiederaufbau und Umgestaltung des Hansa-Viertels.

weiter

1907-1932 . 1933-1957 . 1958-1987 . 1988-2007