Man muss Stellung nehmen. Julius Posener – Werk und Wirkung

Werkbundtag 2004 in Berlin in der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste.

4. und 5. November 2004

 

Die Abendveranstaltung am 4. November wurde von den beiden Veranstaltern Adolf Muschg (für die Akademie der Künste) und Helga Schmidt-Thomsen (für den Werkbund Berlin) eröffnet und orientierte sich an Julius Poseners Lebenswerk und Lebensweg. Nach einer einführenden Filmcollage „Posener in Bild und Ton“ mit Auszügen aus seiner Rede zum architektonischen Werk Erich Mendelsohns, moderierte Lore Ditzen eine Gesprächsrunde zum Thema: „Man muss Stellung nehmen“. Zu Wort kamen Wegbegleiter, Kollegen und Schüler, die dabei seinen Einsatz für die Architektur des 20.Jahrhunderts und hier vor allem für die zentrale Aufgabe „Wohnen“ und sein engagiertes öffentliches Eintreten für die Erhaltung wertvoller Bausubstanz hervorhoben.

Mit dem Thema Vermittlung moderner Architektur beschäftigten sich am nächsten Tag unter der Moderation von Jan R. Krause fachübergreifend international tätige Wissenschaftler, nachdem zunächst ein Film des Werkbundarchivs, der Posener bei der Ausstellungseröffnung „Das Glashaus von Bruno Taut“ in Wort und Bild zeigte, vorgeführt worden war. Seine differenzierte Architekturbetrachtung, in die immer auch gesellschaftliche, kulturelle und politische Aspekte eingingen, regte die nachfolgende Diskussion an. Auch bei der heutigen Architekturvermittlung geht es nicht um „urteilslose, standortlose Architekturbeschreibung, sondern um die Vermittlung komplexer Zusammenhänge und Werte, die über die Architektur ablesbar sind“.

 

Der Werkbundtag ist dokumentiert in: „Julius Posener. Werk und Wirkung. Herausgegeben vom Deutschen Werkbund Berlin e.V., Regioverlag Berlin 2005.

 

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